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1. Oktober 2014 Steffen Zillich

Onlinebefragung des Senats zur Grundausrichtung einer möglichen Bewerbung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele

Drucksache 17 / 14 481

Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Steffen Zillich (LINKE)

vom 03. September 2014 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 04. September 2014) und Antwort

Onlinebefragung des Senats zur Grundausrichtung einer möglichen Bewerbung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:

1. Welche Ziele verfolgte der Senat mit der Onlinebefragung zur Grundausrichtung einer möglichen Bewerbung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele 2024 oder 28?

Zu 1.: Im Rahmen der Onlinebefragung zur Grundausrichtung einer möglichen Bewerbung Berlins hat der Senat den Nutzerinnen und Nutzern von berlin.de zwischen dem 21. Juli und dem 31. August 2014 bereits während des nationalen Interessenbekundungsverfahrens die Gelegenheit gegeben, ihre Meinungen zu den Schwerpunkten einer denkbaren Olympiabewerbung Berlins einzubringen. Damit wollte der Senat auch einen Ein- druck davon gewinnen, inwieweit die öffentlich diskutierten Prioritäten – insbesondere mit Blick auf die Beantwortung der an Hamburg und Berlin gerichteten Fragen des DOSB – von den Nutzerinnen und Nutzern geteilt werden.

2. Warum wurde die Frage, ob man für oder gegen die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen in der Hauptstadt ist, nicht direkt gestellt?

Zu 2.: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht es noch nicht um die Frage, ob Berlin im Rahmen einer deutschen Olympiabewerbung ins Rennen geht, sondern zunächst darum, wie gegebenenfalls ein Berliner Konzept aussehen könnte.

3. Wie werden die Ergebnisse der Onlinebefragung ausgewertet und wie bewertet der Senat diese Ergebnisse?

Zu 3.: Die Ergebnisse der Onlinebefragung wurden – bis auf die Antworten zu Frage 5 – automatisiert ausgewertet und unmittelbar nach Ende der Befragung am 01.09.2014 an gleicher Stelle unter der Internetadresse https://www.berlin.de/spiele-in-berlin/befragung/formular.148948.php veröffentlicht.

Der Senatssprecher hat diese Ergebnisse in der Presseerklärung vom 02.09.2014 unter dem Titel „10 000 Teilnehmer an Olympia-Online-Umfrage – Berlinerinnen und Berliner für Spiele, die zur Stadt passen“ zusammengefasst und bewertet.

Die Presseerklärung ist unter der nachfolgenden Internetadresse veröffentlicht: http://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilunge n/2014/pressemitteilung.173570.php

Im Ergebnis hat die Befragung gezeigt, dass die Vorstellungen des Senats – auch in seinen Antworten auf die Fragen des DOSB – mit den Prioritäten übereinstimmen, die von den Bürgerinnen und Bürgern gesehen werden.

4. Trifft es zu,dass die Antworten der Teilnehmer für das freie Feld (Frage 5) nicht ausgewertet wurden?

5. Wenn nein, welche Tendenzen und Schwerpunkte zeigten die Antworten auf die Frage 5 und wie bewertet der Senat diese Antworten?

6. Wenn ja, warum wurden diese Antworten nicht ausgewertet?

7. Warum wurde diese Frage überhaupt gestellt, wenn nicht geplant war, diese auszuwerten?

8. Ist es möglich, dass der Senat die Auswertung der Antworten auf die Frage 5 nicht veröffentlicht, weil ihm das Ergebnis missfällt?

Zu 4., 5., 6., 7. und 8.: Die Antworten zu Frage 5 – einer offenen Frage – können nicht automatisiert ausgewertet werden. Selbstverständlich werden die Antworten zu Frage 5 ausgewertet und es wird dann über diese Auswertung auf berlin.de informiert. Auf die zu einem späteren Zeitpunkt erfolgende Veröffentlichung der Ergebnisse zu Frage 5 hat der Senat bei der Veröffentlichung der restlichen Ergebnisse am 01.09.2014 hingewiesen. An der Gesamtbefragung haben sich insgesamt 9.462 Nutzerinnen und Nutzer beteiligt. Dabei wurde in insgesamt 4.443 Fällen zur Frage 5 Stellung genommen.

Berlin, den 12. September 2014

Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister

(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 17. Sep. 2014)

Dateien:
S17-14481.pdf149 K