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Der Denkmalschutz kann nur gewinnen

Verzicht des Bundes auf den Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmals

Zum Verzicht des Bundes auf den Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmals erklären die stadtentwicklungspolitische Sprecherin Katrin Lompscher und die Abgeordnete Carola Bluhm:

Das Bedauern über den Verzicht auf das Denkmal teilen wir nicht. Dieses Vorhaben stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Der Standort war falsch, die Denkmalidee umstritten, die Vorstellungen zur Umsetzung höchst kritikwürdig. Reale Denkmalobjekte wie die Mosaiken im Denkmalsockel drohten zerstört zu werden.

Deshalb sehen wir in der neuen Situation eine große Chance. Die Standortfrage kann neu gestellt und beantwortet werden, denn die authentischen Orte der friedlichen Revolution 1989 waren schon immer anderswo: am Alexanderplatz, an der Gethsemane-Kirche oder an der Ruschestraße. Denkmalfragmente können – soweit sie nicht schon entfernt sind – bewahrt und in ein neues Gestaltungskonzept besser integriert bzw. wieder eingefügt werden. Senator Geisel hat auf Initiative der Linksfraktion im Stadtentwicklungsausschuss zugesagt, in Kürze einen Bericht dazu zu geben.

Das Umfeld des Humboldt-Forums sollte ungeachtet des Wegfalls der »Einheitswippe« im Zuge des Baufortschritts beim Gebäude zeitgerecht und angemessen gestaltet werden. Dazu ist eine schnelle, aber dennoch fundierte Verständigung und zwar mit Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit wie der Initiative Flussbad notwendig.

Auch sei angesichts der wieder auflebenden Debatte zur Freiraumgestaltung daran erinnert, dass wir eine Verschiebung des Neptun-Brunnens vom Platz vor dem Roten Rathaus an den historischen Standort für keine gute Idee halten.